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Kampfgeist schlägt Verletzungssorgen | Damen 1 vs. VBC Triengen

Aktualisiert: vor 2 Tagen


Vor den Weihnachtsferien konnte das Damen 1 von Ruswil das Hinspiel gegen Triengen mit 3:1 für sich entscheiden. Doch zufrieden war man damals nicht so wirklich. Das Spiel war technisch durchzogen, die Müdigkeit spürbar und die Spielerinnen waren teilweise unkonzentriert. Umso gespannter war man, wie sich das Rückspiel präsentieren würde.


Der Start in die Partie verlief alles andere als gewöhnlich. Der Schiedsrichter erschien nicht. Eine Premiere, die es so in Ruswil noch nie gegeben hatte. Nach rund 40 Minuten Verzögerung konnte glücklicherweise eine Ersatzlösung gefunden werden. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle an die einspringende Person, die das Spiel überhaupt möglich machte.


So erfolgte der Anpfiff also um 20:40 Uhr. Im ersten Satz begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Triengen verteidigte stark und spielte ungewohnt variabel, was Ruswil zu einigen unnötigen Fehlern verleitete. Bälle fielen in der Mitte zu Boden, niemand übernahm Verantwortung dafür und im Angriff fehlte teilweise die letzte Konsequenz. So ging der Satz hauchdünn an die Gastgeberinnen.


Im zweiten Satz konnten die Ruswilerinnen aufdrehen und zeigen, was in ihnen steckt. Die Annahme stand stabil, der Angriff war druckvoll und in der Verteidigung wurde um jeden Ball gekämpft. Die Zuspielerin variierte clever und setzte die Angreiferinnen gut ein. Doch mitten in dieser starken Phase der Schock: Alina Stiz verletzte sich nach einem Blocksprung am Sprunggelenk und musste das Spielfeld leider verlassen. Das Verletzungspech geht also in die nächste Runde. Bereits drei Spielerinnen hatten sich in den letzten Monaten am Sprunggelenk verletzt, weitere kämpften mit Rücken- und Schienbeinproblemen, sogar gebrochene Finger blieben dem Team nicht erspart. Diesbezüglich ist das Glück in diesem Jahr definitiv nicht auf Seiten des Damen 1. Umso beeindruckender war die Reaktion der Mannschaft, die nach dem Schock geschlossen, fokussiert und mit grossem Teamgeist auftrat und den zweiten Satz klar für sich entscheiden konnte.


Die Sätze drei und vier gestalteten sich eher zäh. Triengen verteidigte weiterhin hartnäckig, suchte mit lauten Anfeuerungen und immer neuen Spielzügen nach Lücken, um Ruswil aus dem Rhythmus zu bringen. Doch die Gäste behielten die Kontrolle, auch wenn es nicht einfach war, die gegnerische Abwehr zu knacken. Mit Geduld, Disziplin und Teamarbeit hielt Ruswil Triengen in Schach und entschied beide Sätze für sich. Den Schlusspunkt setzte Ladina Schöpfer mit einem kraftvollen Diagonalangriff, der das 3:1 und damit den Sieg perfekt machte.


Damit holt sich das Damen 1 weitere drei Punkte und hat die Hälfte der Saisonspiele absolviert. Doch die nächste Herausforderung liess nicht lange auf sich warten: Am letzten Montag musste das Team ohne Mittelangreiferinnen antreten. Erneut wurden Flexibilität, Köpfchen und Kampfgeist gefragt. Drei Eigenschaften, die die Ruswilerinnen in dieser Saison bereits mehrfach unter Beweis gestellt haben. Leider reichte es in diesem Spiel nicht für den Sieg. Ruswil musste sich mit einem 3:1 gegen Sursee geschlagen geben.


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